Preisausschreiben, bei denen man als Teilnehmer einen Neuwagen gewinnen kann, gibt es sehr oft: Die Fernsehsendungen sind beispielsweise voll davon: Man beantwortet eine kleine Frage, die wirklich nicht schwer ist, wählt eine kostenpflichtige Telefonnummer und schon nimmt man an einem Gewinnspiel teil. Am Ende der Sendung werden der Name und der Wohnort des Gewinners bekanntgegeben – natürlich hat die Redaktion die Nummer gespeichert und informiert auch den glücklichen Sieger über Millionen anderer Teilnehmer. Hier kann schnell einmal ein Auto für mehrere Zehntausend Euro als Preis ausgelobt werden – wie in der Neuwagensuche auf www.carstart.de zu sehen, bekommt man schon für 25.000 Euro ein Mittelklassefahrzeug, das sich sehen lassen kann. Meistens kostet die Teilnahme am Gewinnspiel 50 Cent, pro Anruf versteht sich. Da sammelt sich durch die Teilnahme des TV Publikums ein netter Betrag an, der deutlich über dem Anschaffungswert des – oft aus Werbezwecken gesponserten – Autos liegt. Der Sender zahlt also nicht drauf – im Gegenteil: Er verdient an einem solchen Preisausschreiben.
Werbewirksam ist es auch, den Erlös aus einem Gewinnspiel an eine helfende Organisation zu spenden. Gerade die Fernsehsender tun sich auch hervor, indem sie zumindest einmal im Jahr eine Aktion starten, um Spenden sammeln zu können. Auch hier sind die Menschen vor der Flimmerkiste gefragt. Einmal wird eine Nebenrolle in einer Serie versteigert, ein anderes Mal sind es originale Requisiten, ein Sportler stiftet seine Boxhandschuhe und so weiter. Auch Autos können hier gesteigert werden. Beim RTL Spendenmarathon geht der Erlös meistens an Organisationen, die Kindern helfen. Bekannte Paten stellen sich kostenlos zur Verfügung, um Projekte ins Leben zu rufen: Das Geld geht also an eine sinnvolle Sache. Teilerfolge, wie auf www.rtl.de geschildert, sind natürlich stets eine gute Werbung für die Gemeinnützigkeit eines Senders.
Eine Tombola mit Neuwagen als Hauptpreis
Auch Vereine wollen sich manchmal nützlich machen und laden die Besucher eines Festes zur Tombola. Der schicke Kleinwagen, der hier als Hauptpreis winkt, muss natürlich beschafft werden. Wenn sich die Verantwortlichen mit den Autohäusern in der näheren Umgebung zusammentun, ist es nicht selten möglich, auch hier den Werbefaktor der Aktion auszunutzen, um ein Auto und andere Preise umsonst zu bekommen. Ein Los wird dann zu einem festen Preis verkauft – die Losverkäufer und alle anderen Beteiligten helfen natürlich ehrenamtlich. Der Name des Vereins, der das Geld aus der Tombola später spendet, wird sicher in allen lokalen Medien lobend erwähnt. Das Bestreben, etwas Gutes zu tun, sollte natürlich vorhanden sein. Menschenrechtsorganisationen auszuwählen, um diese finanziell zu unterstützen, ist keine schlechte Idee.
Was tun Menschenrechtsorganisationen mit dem Geld?
Man möchte nicht meinen, was gerade in Bezug auf die Verletzung der Menschenrechte mit Geld alles bewirkt werden kann. Eine unterdrückte, zur Prostitution oder Zwangsheirat gezwungene Frau muss manchmal binnen Minuten fliehen, um ihrer Lage entkommen zu können. Sie geht in ein Frauenhaus, wie etwa dieses: www.frauenhaus-koeln.de. Mittellos, mit wenig Kleidern, manchmal nur mit dem, was am Leib getragen werden kann: So empfangen die Frauenhäuser die in Not geratenen Frauen, nicht selten mit ihren Kindern. Sicher muss jetzt der Weg zu staatlicher Hilfe gegangen werden; oft führt kein Weg am Empfang von Hartz IV vorbei, bis die Situation geklärt ist. Das Geld aus den Spenden wird verwendet, um die Kinder und Frauen mit dem nötigsten, also mit Essen und Trinken, Dingen für die Körperhygiene und ähnliches zu versorgen. Nur selten hat eine Frau, die das Frauenhaus als letzte Möglichkeit sieht, Geld und andere Werte bei sich. Sie ist froh, mit dem Leben davongekommen zu sein und dankbar für jeden Cent, den man aus der Tombola mit dem Auto als Hauptpreis gewinnen konnte, um zu helfen. Dies ist nur ein winzig kleines Beispiel für das, was Menschenrechtsorganisationen mit Geldspenden – und Sachspenden – anfangen können. Jeder, der einen Beitrag hierzu leistet, tut gutes Werk an Menschen, die nichts für ihre Situation können.