Zu DDR Zeiten war alles besser: So sehen es zumindest einige Ostalgiker, die verträumt in ihr beschauliches Leben zurück blicken. Wer sich die DDR aber genauer ansieht, der kommt nicht umhin, auch die vielen negativen Seiten der vermeintlich so demokratischen Republik zu sehen. Unterdrückung und Einschränkung der Bürger waren damals an der Tagesordnung. Reisen in ferne Länder, um neue Kulturen kennen zu lernen, waren schlicht nicht möglich. Über eine Reiseversicherung dachte man zur damaligen Zeit noch gar nicht nach. Die Reisen für DDR Bürger konnten lediglich in Regionen gehen, in denen eine Absicherung im Krankheitsfall ebenso gewährt werden konnte, wie im Heimatland. Das hat sich freilich heute geändert, denn mittlerweile gibt es nur noch mit wenigen Ländern so genannte Sozialversicherungsabkommen, so dass die Auslandsreisekrankenversicherung ein wichtiger Begleiter auf jeder Auslandsreise ist.

Reisen unter Vorbehalt in der ehemaligen DDR

Der Ostdeutsche fuhr im Trabbi an den Plattensee, während die Westdeutschen im Käfer nach Paris unterwegs waren: So lautet der Text im Lied von Ute Freudenberg und Christian Lais mit dem Titel „Über den Dächern von Berlin“. Informationen über die beiden Musiker gibt es auf www.schlagerhits.de, das Musikvideo findet man natürlich bei Youtube zum Ansehen. Was in diesem Lied stark romantisiert wird, war im Alltag der DDR eine Tatsache: Während der westdeutsche Bürger in der Entscheidung, zu verreisen, relativ frei war, war das für den DDR Bürger nicht so einfach. Er musste entweder mit einem der Ziele vorlieb nehmen, welche ihm zur Auswahl standen, wie Ungarn, die Tschechei oder maximal noch Russland, oder er musste erst aufwändig einen Antrag stellen, um eine Sondergenehmigung zu erhalten. Diese war im Übrigen schon für die Reise nach Westberlin notwendig und wurde nur in sehr seltenen Fällen erteilt. Wenn man dort Familie hatte und es gab ein großes Familienfest, wie einen runden Geburtstag oder man musste zur Trauerfeier, dann durfte man mit viel Glück in das kapitalistisch geprägte Ausland fahren, allerdings meist alleine. Wer also um seine Großmutter trauerte, durfte zwar zu deren Beerdigung, die eigenen Kinder, der Ehepartner oder andere Familienmitglieder, die einem wirklich nahe standen, mussten allerdings in der DDR bleiben. Der Grund für diese Vorgehensweise ist leicht verständlich: Die Angst vor einer massiven Bürgerflucht war in der DDR riesig und das nicht zu Unrecht. Beschnitt man die Menschen doch in vielen ihrer heute als normal anzusehenden Menschenrechte. Freie Meinungsäußerung? Ein Fremdwort! Reisefreiheit? Was ist das? Die Chance, selbst zu entscheiden, welchen Beruf man lernen, ob man studieren wollte? So etwas gab es nicht.  Nur wer dem Regime Gewehr bei Fuß stand, konnte darauf hoffen, einen Studienplatz zu erhalten. Doch auch dies galt nur, solange keines der Familienmitglieder unangenehm auffiel. Sportler hatten in der DDR noch die besten Chancen, sie durften auch international reisen, meist jedoch nur unter Aufsicht und nur zu den Wettkämpfen in anderen Ländern.

Flucht war ständige Angst des Regimes

Die Flucht von Bürgern aus der ehemaligen DDR war eine der Ängste, die das Regime ständig begleitete und auch einer der Gründe, warum die Reisefreiheit ein Fremdwort war. Wer über einen der Grenzübergänge, die unter www.berlinermaueronline.de näher vorgestellt werden, wollte, musste erst vorbei an den Wachtposten. Der berühmteste Grenzübergang ist dabei wohl Checkpoint Charlie, der sich an der Friedrich- beziehungsweise Zimmerstraße in Berlin befand und noch heute für viele Touristen ein wahrer Publikumsmagnet ist. Die DDR Bürger, die aber Wert auf eine freie Meinungsäußerung und vor allen Dingen ihre Reisefreiheit legten, nutzten die bekannten Grenzübergänge ohnehin nicht für ihre Fluchtversuche. Sie gruben sich in jahrelanger Kleinarbeit unterirdische Tunnel, wie der gleichnamige Film eindrucksvoll darlegte, sie nähten sich riesige Heißluftballons aus „Bückware“ und verließen die DDR in der Luft und ließen sich allerlei weitere aufsehenerregende Fluchtversuche einfallen. Sie nutzten jede noch so winzige Chance, um der ständigen Unterdrückung des Regimes zu entkommen und wurden in West Berlin anfangs auch noch freudig begrüßt. Unvergessen ist hier wohl das Begrüßungsgeld, das es nach der Wende für jeden DDR Bürger gab, der Westdeutschland betrat. Mit diesem Übertritt gewannen die Menschen dann auch endlich ihre Reisefreiheit wieder und sie nutzten sie exzessiv. So wurden Reisen in aller Herren Länder gebucht und auch die Reiseversicherung erfreute sich seither einer stetig wachsenden Beliebtheit.